Fehlersuche bei ausbleibendem Trainingserfolg - Triathlontraining

Jeder Triathlet möchte durch sein Training Leistungssteigerungen erreichen und fitter werden, trifft das  nicht ein, macht der Athlet meist das Training,  Trainingsplan, Trainer, Material oder andere Sachen dafür verantwortlich. Das ist menschlich, da man enttäuscht ist, weil man viel Aufwand betrieben hat.

Es kann einen zum verzweifeln bringen, was die letzten Jahre funktioniert hat, klappt nicht mehr.

Ein Blick hinter die Kulissen des Athleten, bringt meist sehr schnell Aufschluss warum der Körper die Leistung nicht mehr adaptieren kann.

Generell sollte der Athlet, einen ehrlichen Blick auf seine Lebensumstände werfen um zu beurteilen, ob der Stress zugenommen hat. Anhaltspunkte liefern hier: Arbeitsumfänge, Schlafstörungen und geänderte Essgewohnheiten.

Finde als erstes heraus ob du übermässig gestresst bist.
Einige beispielhafte Anhaltspunkte dazu:

  • Nächtliche Schweissausbrüche
  • Unruhiger Schlaf bis hin zu schlaflosen Nächten
  • Mangelnde Motivation für das Training
  • Müdigkeit am Arbeitsplatz
  • Muskulatur fühlt sich ungewöhnlich überanstrengt an

Solltest du eine oder mehrere Anzeichen haben, gönnst du dir bei deinen derzeitigen Lebensumständen wahrscheinlich nicht genügend Erholung oder du trainierst zu hart.


Beurteile deinen Trainingsplan und dessen Umsetzung


Es ist weiter zu beobachten, dass viele Athleten im Training sich jede Woche voll verausgaben. Sie sind an den 7 tägigen Zyklus gewöhnt, versuchen alle unterschiedlichen Trainingsarten in die Woche zu quetschen, dabei werden dann auch gerne noch verpasste Trainings nachgeholt. Dabei sind die Trainingseinheiten an sich nicht schlecht, nur die Anzahl in zu kurzer Zeit ist hier der Knackpunkt.

Oft kommen Triathleten im Erstgespräch zu mir und präsentieren "stolz" ihre Trainingsdaten, Files, Wattleistungen. "Moderne" Portale, Pulsuhren etc. berechnen einem anhand der Belastungszeit den "Erschöpfungsgrad" und geben automatisch die Erholungszeit aus. Viele haben durch die Flut an Daten ein wirkliches Gefühl für die Trainingsbelastung verloren. Sie verlassen sich mehr auf ihre Pulsuhr, als dass sie auf die Signale ihres Körpers hören würden.

Wenn Dich dein Training stresst, ist es nicht dein Training.

Wenn dir das Training schwer fällt und die Ergebnisse ausbleiben, brauchst du unter Umständen einfach mal eine Pause. Das heisst nicht, das du vollständig zu trainieren aufhören musst, aber ein oder zwei Wochen weniger stukturiertes Training mit Fokus auf Körpergefühl-Einheiten wirken bei vielen schon Wunder. Körper und Geist kommen so wieder ins Gleichgewicht. Hier erlebt man immer wieder Triathleten, Sportler und Trainer die starr an dem Trainingsplan festhalten, ungeachtet der Erschöpfungszeichen.

Was tun, wenn ich in den Tempoeinheiten / Intervallen keine Leistung mehr bringe?

Wenn du dich bei den intensiven Einheiten "platt" und "ausgelaugt" fühlst, dauerhaft schlechte Leistungen in den Tempotrainings hast, trainiere für einige Tage in Folge aerob bei niedriger Intensität. Behalte einige neuromuskuläre Übungen mit ansteigender Schritt,- bzw. Trittfreqenz bei.


Was tun, wenn sich meine Schwimmleistung nicht verbessert?

  • Setz dir ein langfristiges Ziel (2 - 3 Jahre )
  • Trainiere nicht alleine (Schwimme mit anderen Triathleten, nicht mit Schwimmern)
  • Denk nicht soviel an deine Schwimmtechnik (Kraftausdauer ist entscheidend)
  • Nutze die Hilfmittel (Schnorchel, Pullbouy, Fussfessel, Paddels und Flossen)
  • Schwimme um dich zu regenerieren
  • Schwimme weil es dir Spass macht





































Literaturverzeichnis: Der komplette Triathlet / Matt Dixon